Januar
Mit seinen bis zu 100 Meter hohen senkrechten Felswänden ist der Kings Canyon, oder auch Watarraka, wie ihn die Aborigines nennen, eine der spektakulärsten Felsschluchten Australiens. Wind und Wasser haben hier über Millionen von Jahren einen tiefen Einschnitt in den roten Sandstein der Landschaft gegraben und eine grüne Oase mitten im Outback geschaffen. Tief am Boden des Canyons, geschützt vor Austrocknung, haben sich ganzjährig wasserführende Becken gebildet, die heute die Grundlage für die reiche Flora und Fauna des Kings Canyons darstellen.
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Februar
Am westlichen Rand des West MacDonnell Nationalparks liegt die Redbank Gorge,eine schmale Schlucht, die das Wasser in einen Ausläufer des Mount Sonder gegraben hat. Vom Ausgang der Schlucht führt ein Pfad über das ausgetrocknete Flussbett bis zum Ende des Canyons. Eukalyptusbäume, die nur während der Regenzeit mit Wasser versorgt werden, säumen den immer enger werdenden Flusslauf. Mit jedem Meter wird der sandige Untergrund mehr und mehr von Felsen verdrängt, bis der Pfad abrupt vor einem kleinen See endet, der den Weg versperrt. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man noch, wie die Fortsetzung der Schlucht in einer schmalen Klamm zwischen den steilen Felsen verschwindet.
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März
Im Westen Australiens liegt der Mount Augustus, ein langgestreckter Inselberg, der sich mit seinen 800 Metern über die umgebende Landschaft erhebt. Die Aborigines nennen den Berg Burringurrah, nach einer Figur aus ihrer Dreamtime. Demnach war Burringurrah ein heranwachsender Aborigine, der aus Furcht vor dem Initiationsritus vor seinem Stamm floh. Seine aufgebrachten Stammesmitglieder verfolgten und töteten ihn. An dem Ort, an dem er fiel, erhebt sich heute der Mount Augustus. An den Westhängen des Berges sind noch heute die Felsformationen zu sehen, an denen er einst tödlich verletzt wurde.
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April
Etwa 200 km nordwestlich von Perth liegt der Nambung National Park, der hauptsächlich berühmt ist für tausende schroffe Kalksteinformationen, die aus dem Boden zu wachsen scheinen. Entstanden sind die bis zu 3 Meter hohen Pinnacles wahrscheinlich aus den verwitterten Überresten von Meereslebewesen wie Muscheln und Korallen, die sich hier ablagerten und später wieder von Wind und Wasser freigelegt wurden. Eine andere Theorie führt die Entstehung auf versteinerte Baumwurzeln zurück. Egal, welche Theorie nun wahr ist, im zarten Abendlicht der untergehenden Sonne beginnen die Pinnacles in verschiedensten Farben zu leuchten und die Landschaft in ein surreales Gemälde zu verwandeln.
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April
Im Westen Australiens liegt die kleine, verschlafene Ortschaft Sandstone. Nur wenige Kilometer südlich davon befindet sich der Devil‘s Arch, auch London Bridge genannt, eine natürliche Felsbrücke im Herzen des Outbacks. Über Jahrtausende haben Wind und Regen hier ein Fenster in den Fels gegraben und eine Sandsteinbrücke in die Landschaft geformt. Doch die Erosion schreitet unerbittlich weiter. Im frühen 19. Jahrhundert konnte man noch mit dem Pferdegespann auf die Brücke fahren und sich fotografieren lassen. Heute ist die Brücke nur noch einen Meter breit und inzwischen viel zu zerbrechlich, um auch nur einen Menschen zu tragen. Doch die Tage der Brücke sind gezählt, und es ist nur noch fraglich, wie lange die Verbindung zwischen den beiden Seiten bestehen bleibt. 
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Im Norden des westaustralischen Karijini Nationalparks liegt die Kalamina Gorge, eine kleine Felsschlucht, die die Erosion über Jahrmillionen in den roten Felsen gegraben hat. Im Sommer steigen die Temperaturen oberhalb der Felsen oft auf über 40°C, während am Grund der Schlucht, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, eine kühle Oase entstanden ist. Kleine Teiche, die ganzjährig Wasser führen, bilden die Grundlage für das dichte Wachstum von Eukalyptusbäumen, in deren Kronen verschiedene Vögel brüten. Schilf gedeiht an den Ufern, und zwischen ihm tummeln sich Frösche auf der Jagd nach Insekten. Mit der tiefstehenden Abendsonne, wenn die Luft sich weiter abgekühlt hat, kommen Wallabys und Kängurus ans Ufer, um ihren Durst zu stillen.
Juni
Im Norden des westaustralischen Karijini Nationalparks liegt die Kalamina Gorge, eine kleine Felsschlucht, die die Erosion über Jahrmillionen in den roten Felsen gegraben hat. Im Sommer steigen die Temperaturen oberhalb der Felsen oft auf über 40°C, während am Grund der Schlucht, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, eine kühle Oase entstanden ist. Kleine Teiche, die ganzjährig Wasser führen, bilden die Grundlage für das dichte Wachstum von Eukalyptusbäumen, in deren Kronen verschiedene Vögel brüten. Schilf gedeiht an den Ufern, und zwischen ihm tummeln sich Frösche auf der Jagd nach Insekten. Mit der tiefstehenden Abendsonne, wenn die Luft sich weiter abgekühlt hat, kommen Wallabys und Kängurus ans Ufer, um ihren Durst zu stillen.
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Juli
Auch wenn das australische Outback mit seiner weiten und kargen Buschlandschaft tot und trocken wirkt, kommt es im Laufe jedes Jahres immer wieder zu ausgiebigen Regenfällen. Von November bis April bringen feucht-warme Luftmassen, die über dem Indischen Ozean entstehen, wolkenbruchartige Niederschläge, gewaltige Gewitter und zerstörerische Zyklone über den australischen Kontinent. Der Regen ist oft so heftig, dass binnen weniger Stunden ausgedehnte Teile des Outbacks zentimeterhoch unter Wasser stehen und weite Teile des Landes unpassierbar werden. Er ist jedoch auch die Quelle für das Aufblühen der Landschaft in den Wochen danach. Wo zuvor rote, staubige Erde vorherrschte, wächst dann ein spektakuläres Meer aus bunten Pflanzen.
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Im Norden des westaustralischen Karijini Nationalparks liegt die Kalamina Gorge, eine kleine Felsschlucht, die die Erosion über Jahrmillionen in den roten Felsen gegraben hat. Im Sommer steigen die Temperaturen oberhalb der Felsen oft auf über 40°C, während am Grund der Schlucht, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, eine kühle Oase entstanden ist. Kleine Teiche, die ganzjährig Wasser führen, bilden die Grundlage für das dichte Wachstum von Eukalyptusbäumen, in deren Kronen verschiedene Vögel brüten. Schilf gedeiht an den Ufern, und zwischen ihm tummeln sich Frösche auf der Jagd nach Insekten. Mit der tiefstehenden Abendsonne, wenn die Luft sich weiter abgekühlt hat, kommen Wallabys und Kängurus ans Ufer, um ihren Durst zu stillen.
August
Die verlorene Welt der Bungle Bungles, oder auch Purnululu, wie sie in der Sprache der hiesigen Aborigines genannt wird, ist ein einzigartiges Naturwunder mitten in einer entlegenen Wildnis. Wind und Regen haben hier seit 20 Millionen Jahren bienenkorbähnliche Dome mit tiefen Schluchten in das Sandstein-Plateau gegraben. Ablagerungsvorgänge, die lange vor der Entstehung der ersten Dome stattfanden, haben die Schichtung des Bodens erzeugt, die heute für das spektakuläre orange-schwarze Streifenmuster der Bungles verantwortlich ist. Besonders im Licht der tiefstehenden Abendsonne beginnen die Dome wie glühende Kohlen in einem tiefen Orange zu leuchten.
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September
Er ist wohl das bekannteste Naturwahrzeichen Australiens, der Ayers Rock oder Uluru, wie die Aborigines ihren heiligen Berg nennen. Tief im Herzen des australischen Kontinents, von weither sichtbar, überragt der Inselberg mit etwa 350 Metern die umgebende Landschaft. Auch wenn er aus der Ferne glattgeschliffen und wie ein riesiger roter Kieselstein wirkt ist aus kürzerer Distanz deutlich zu sehen, wie sehr Wind und Wetter der Oberfläche des Berges zusetzen. Besonders an der Nordostflanke hat die Erosion den Felsen großflächig aufgebrochen und feine Strukturen tief in den Berg gegraben.
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Oktober
Sie sind die wahren Baumeister des Outbacks: Termiten. Bis zu sieben Meter können ihre Festungen in den Himmel ragen und ganze Staaten mit mehreren Millionen Tieren beherbergen. Oftmals nutzen die Termiten die Reste eines abgestorbenen Baumes als Grundgerüst für ihren Hügel. Eine Mischung aus Erde und zerkauten Pflanzenresten bildet den Grundstoff des Baumaterials, das eine enorme Festigkeit und Widerstandsfähigkeit erreicht. Eine komplexe Struktur aus Gängen und Zinnen mit Windschächten sorgt für ständige Frischluft und eine gleichbleibende Temperatur bis ins Innerste des Termitenbaus. Hier, geschützt durch viele Schichten des Termitenzements, liegt der wichtigste Ort des Staates: die Kammer der Königin.

Im Norden des westaustralischen Karijini Nationalparks liegt die Kalamina Gorge, eine kleine Felsschlucht, die die Erosion über Jahrmillionen in den roten Felsen gegraben hat. Im Sommer steigen die Temperaturen oberhalb der Felsen oft auf über 40°C, während am Grund der Schlucht, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, eine kühle Oase entstanden ist. Kleine Teiche, die ganzjährig Wasser führen, bilden die Grundlage für das dichte Wachstum von Eukalyptusbäumen, in deren Kronen verschiedene Vögel brüten. Schilf gedeiht an den Ufern, und zwischen ihm tummeln sich Frösche auf der Jagd nach Insekten. Mit der tiefstehenden Abendsonne, wenn die Luft sich weiter abgekühlt hat, kommen Wallabys und Kängurus ans Ufer, um ihren Durst zu stillen.
November
Etwa 30 Kilometer westlich des Ayers Rock liegt eine weitere Felsengruppe im Outback: Kata Tjuja oder die Olgas, wie sie von den weißen Entdeckern getauft wurden. Bis zu 550 Meter hoch überragen die 36 Felsenkuppeln die umgebende Landschaft. Tagsüber, wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hat, steigen die Temperaturen in den Schluchten zwischen den Felsen auf weit über 40 °C und ein heißer Wind weht durch die Täler. Erst mit der untergehenden Sonne fallen die Temperaturen wieder auf erträgliche Werte. Doch dann lässt das tief stehende und warme Abendlicht Kata Tjuja aufleuchten, und die Kuppen glühen in tiefem Orange, als ob die Felsen noch die Hitze des Tages abstrahlen müssten.

Dezember
Etwa 120 km südöstlich von Cooper Pedy liegt mitten in der Painted Desert der Mt Arckaringa, ein alleinstehender Berg, der mit etwa 180 m Höhe das umliegende Outback überragt. Dieses Kaleidoskop an Farben, das von Weiß über Gelb und Braun bis hin zu einem dunklen Rot reicht, findet seinen Ursprung im eisenhaltigen Kalkgestein, das die gesamte Landschaft dominiert. Noch weiß, wenn es unter den oberen Schichten vor der Luft geschützt ist, beginnt das Gestein sich langsam zu verfärben, sobald Wind und Regen den Boden aufbrechen und das Eisen mit dem Sauerstoff in Berührung kommt. Schicht für Schicht werden so die sich ständig verfärbenden Flächen der Hänge abgetragen, bis irgendwann der ganze Berg verschwunden sein wird.


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